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25.3.04

Sommerzeit ist nur was fuer Leute ohne Kinder oder Maenner unter vierzig. Wenn schon Sommerzeit, dann wenigstens das ganze Jahr ueber.

9.3.04

Der Teufel scheisst immer auf den groessten Haufen oder: wer hat, dem wird gegeben, wer nichts hat, dem wird genommen.

12.6.03

Der Tod wartet an der Ecke; diese Erkenntnis hat mich gestern wieder eingeholt. Deshalb besser behutsam sein, denn niemand handelt jemals nur auf eigenes Risiko.

10.6.03

Der heilige Geist ist leider auch diese Pfingsten nicht so richtig über mich gekommen, dafür unsere neuen Nachbarn. Wie das oft so ist: sie ist ganz nett, aber er ein überheblich beleidigter Stoffel, der nicht mit jedem redet.

6.6.03

Krank sein ist nur noch was für Junge und Gesunde. Da schlägt jemand eine Altergrenze für medizinische Versorgung vor,
mal ehrlich, das ist doch krank

2.6.03

Eigentlich habe ich einen Greifschwanz und kann fliegen, aber ich nenne mich Wanda G., weil es einen glaubwürdigen Anschein von Normalität erweckt.
Soviel zu Liebe und Erdbeeren als Drogen

30.5.03

Abends fernsehen grenzt bei einigen Privatsendern schon an Körperverletzung. Außerdem bauen die dort laufenden Talkshows und Soaps eine künstliche Realität weit jenseits des BLÖD-Zeitungs-Niveaus zusammen. Zuviel davon kann nur zum Verblassen der "echten" Realität führen.
Mal ehrlich, vielleicht ist das ja so gewollt

28.5.03

Gestern habe ich mich aus lauter Freude betrunken, nachdem ich erfahren habe, dass ein mir sehr nahe stehender Mensch nicht todsterbenskrank sondern gesund ist.

27.5.03

Rentner drängeln sich gerne vor oder sind in Eile, obwohl sie doch keinen beruflichen Zwängen mehr unterliegen, keine Ferienzeiten berücksichtigen müssen und sich ihren Tag frei einteilen können. Immer mit dem Argument, keine Zeit zu haben.
Mal ehrlich, die haben wirklich keine

26.5.03

Die einen haben Kinder und sind Eltern, die anderen sind Kinder und haben Eltern, dazwischen gibt es wenig. Wenn Kinder auf die Welt kommen, mutieren Eltern zu Großeltern. Die Neu-Eltern sind fortan nur noch Beziehungsmakler zu den Kindern und Unterhalts- bzw. Pflegesystem ("Kinder" sind ab jetzt nur noch die Enkel). Trotzdem wird viel Wert auf Familienhierarchie gelegt, besonders wenn es um die Durchsetzung großelterlicher Interessen gegenüber ihren danndochwieder-Kindern geht. Unterstützung der anfangs meist überforderten Jungeltern gibt es nur gegen "sozialen Beziehungs-Cash", gleichzeitig sollen Kontakte aber wie von selbst möglichst leicht und harmonisch ablaufen.

Die ehemaligen Kinder sind zu "Groß-Kindern" geworden, die jetzt nicht nur die eigenen Kinder großziehen müssen sondern verstärkt auch noch die eigenen Eltern am Hals haben. Da die Anzahl der Großeltern je Kind oft doppelt so hoch ist, wie die der Elltern, multipliziert sich die Belastung, zumal häufig soziale Rangeleien der Großeltern untereinander zu beobachten sind. Gleichzeitig findet eine starke Polarisierung in Bezug auf die Kinder- und Elternbetreuung zwischen den Jungeltern statt, die meist zu Ungunsten des weiblichen Elternteils ausgeht. In dieser Situation möchte der Staat nicht durch übertriebene Entlastungsangebote stören. Sofern kein befreundetes Umfeld etwas auffängt, bleibt nur der Weg in die (mit etwas Glück nur zeitweilige) Isolation.

Unter dem Deckmantel der Kindsförderung suchen die isolationsbedrohten Jungeltern Zuflucht in Geburtvorbereitungskurs-Nachtreffen, Stillgruppen, Babytreffs und ähnlichem; fast verzweifelt arrangieren sie sich mit Leuten, die sie sonst vielleicht keines Blickes gewürdigt hätten, damit ihre Kinder nicht den Anschluss verlieren. Da keiner sich erlauben kann, die Wahrheit zu sagen, regieren am Ende strategische Überlegungen und Kalkül als pure soziale Überlebenstaktik.

Mal ehrlich, das ist doch total verlogen
Ab irgendeinem Zeitpunkt ist man für sein Gesicht selbst verantwortlich

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